Pflege
Sattel richtig pflegen
Leder- und Synthetiksättel reinigen, fetten und lagern – so bleibt der Sattel geschmeidig, sicher und passt länger.

Ledersattel in 20 Minuten pflegen
- Staub und Schweiß entfernenWisch den Sattel nach dem Reiten mit einem feuchten, gut ausgedrückten Schwamm ab, besonders Sattelblätter, Sitz und die Unterseite der Gurtstrupfen.
- Mit Sattelseife reinigenTrag Sattelseife mit einem leicht feuchten Schwamm in kreisenden Bewegungen auf und nimm den Schaum mit einem sauberen Tuch ab.
- Trocknen lassenLass das Leder bei Raumtemperatur trocknen – nie an der Heizung oder in der prallen Sonne.
- Leder nachfettenTrag Lederbalsam dünn auf die Außenseiten auf, wenn das Leder trocken oder hell wirkt. Die Sitzfläche nur sparsam behandeln, damit sie nicht rutschig wird.
- Nähte und Strupfen prüfenKontrolliere Gurtstrupfen, Steigbügelaufhängung und Nähte auf Risse. Beschädigte Teile vor dem nächsten Ritt reparieren lassen.
Leder ist ein Naturmaterial: Es nimmt Schweiß auf, trocknet aus und wird ohne Pflege brüchig. Ein gepflegter Sattel bleibt nicht nur schöner – er bleibt sicher und behält seine Form.
Pflegeplan
| Wann | Was |
|---|---|
| Nach jedem Ritt | Schweiß und Staub mit feuchtem Schwamm abwischen, Sattelunterseite kontrollieren |
| Wöchentlich | Mit Sattelseife reinigen, Steigbügelriemen und Gurt prüfen |
| Alle 4–8 Wochen | Dünn nachfetten, Beschläge und Schnallen kontrollieren |
| Jährlich | Polster, Kopfeisen und Nähte vom Sattler prüfen lassen |
Leder, Synthetik und Fell
- Glattleder: Sattelseife zum Reinigen, Balsam zum Pflegen. Fett sparsam auftragen und einziehen lassen.
- Fettleder: Verträgt mehr Fett, wird dadurch aber dunkler.
- Synthetik: Warmes Wasser, weiche Bürste, milde Seife – kein Lederfett, das dichtet die Poren ab.
- Fellsattel und Lammfell: Von Hand mit Fellwaschmittel bei maximal 30 °C waschen, an der Luft trocknen und danach aufbürsten.
Häufige Fehler
- Sattel in Plastikfolie lagern – darunter bildet sich Schimmel
- Sitzfläche stark einfetten, dadurch wird sie rutschig
- Nasses Leder an der Heizung trocknen
- Gurtstrupfen nur von außen ansehen, statt sie anzuheben und die Nähte zu prüfen
Lagerung
- Auf einem Sattelhalter, der die Kissen gleichmäßig trägt
- In einem trockenen, gut belüfteten Raum ohne starke Temperaturschwankungen
- Mit einer atmungsaktiven Abdeckung gegen Staub, nie in Plastikfolie
Wann der Sattler ran muss
Nach einiger Zeit setzen sich die Polster, und die Passform verändert sich. Lass die Polsterung etwa einmal im Jahr kontrollieren – unser Sattelservice prüft Polster, Kopfeisen und Nähte direkt am Stall.
Häufige Fragen
Wie oft muss ein Ledersattel gefettet werden?
Abhängig von Nutzung und Lagerung etwa alle vier bis acht Wochen. Zu viel Fett macht das Leder weich und zieht Schmutz an.
Wie reinige ich einen Synthetiksattel?
Mit Wasser, einer weichen Bürste und etwas milder Seife. Synthetiksättel brauchen kein Lederfett.
Warum ist die Kontrolle der Nähte so wichtig?
Gurtstrupfen und Steigbügelaufhängung tragen im Ernstfall das volle Gewicht. Ein Riss kann zum Sturz führen.
Mein Sattel ist nass geworden – was tun?
Grob abtrocknen, bei Raumtemperatur langsam trocknen lassen und erst danach dünn nachfetten. Nie mit Föhn, Heizung oder in der Sonne trocknen, sonst wird das Leder hart und brüchig.






